Das Nesthäkchen ist tot
Leider ist heute früh unser Nesthäkchen verstorben, damit sind jetzt nur noch sechs Jungvögel übrig. Aber diese machen noch einen recht stabilen, wenn auch hungrigen Eindruck. Vermutlich hat das nasskalte, regnerische Wetter dazu beigetragen, dass der kleinste unserer Jungfalken gestorben ist. Bei Dauerregen ist es für die Falken schwierig genug, Nahrung zu finden, und auch das Fliegen mit durchnässtem Gefieder wird zunehmend schwieriger.
So kommt es leider immer wieder vor, dass der Kleinste bzw. die Schwächsten auf der Strecke bleiben können. Wenn ein Jungvogel in diesem Alter stirbt, wird er fast immer von den Altvögeln aufgefressen oder verfüttert. Dies klingt grausam, stillt aber in Zeiten von Nahrungsengpässen den verbliebenen Jungvögeln deren Hunger. Wollen wir nun die Daumen drücken, dass unsere Familie die nächste Zeit gut übersteht und auch das Männchen noch gesund und fit ist.
2. Juni 2010
Das Männchen ist gesund, es wird wieder mehr gefüttert!
Durchatmen, die Schlechtwetterperiode ist wohl zum größten Teil überwunden, es wird wieder regelmäßiger gefüttert! Und auch das Männchen war wieder gelegentlich im Kasten zu sehen und hat gefüttert. Er ist auch nicht unbedingt immer zu sehen, meist nimmt ihm das Weibchen die Beute schon am Anflugbrett außen ab oder auch im direkten Umfeld des Nistkastens, ohne dass er in den Kasten kommt.
Sollte das Männchen doch einmal wegbleiben (z.B. weil es verunglückt), dann würde das Weibchen versuchen, sich selber und die Jungvögel zu versorgen. In diesem Alter sind sie bei nicht allzu kaltem Wetter nicht mehr ganz so kälteempfindlich, bald werden sie nur noch selten gehudert. Das Weibchen wäre mit sechs Jungvögeln sicher überfordert und könnte eventuell nur einige Jungfalken durchbringen (dies ist zum Teil schon beobachtet worden), im schlimmsten Fall wäre ein Totalverlust möglich.
Aber noch scheint ja alles ohne größere Probleme „zu laufen“.
@Tina: Das mit dem "Füttern" der Kleinen untereinander habe ich auch z.B. schon bei Hühnerküken beobachtet; ich vermute, es ist ganz einfach nur so ein Schnabelkontakt wie Menschen sich auch im Alltag berühren (da natürlich mit den Händen ), genau weiß ich es aber auch nicht. Sie picken sich auch Futterreste vom Gefieder.
Schöne Bilder wieder, danke Dir!